Gavin Bryars: The Collected Works of Billy the Kid auf CD
The Collected Works of Billy the Kid
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Künstler:
- Claron McFadden, Bertrand Belin, Percussions Claviers de Lyon, Gavin Bryars
- Label:
- GB Records
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12754643
- UPC/EAN:
- 5052442030775
- Erscheinungstermin:
- 3.7.2026
Die gesammelten Werke von Billy the Kid ist die fünfte Oper (und zweite Kammeroper) des Komponisten Gavin Bryars und eine theatralische Adaption des gleichnamigen Romans von Michael Ondaatje. Das Werk führt Bryars’ Prinzip von Intimität und Flexibilität weiter und ist lediglich für zwei Sänger und sechs Instrumente komponiert. Es gibt nur zwei Gesangspartien: einen männlichen Sänger (Billy the Kid) und eine weibliche Stimme, die alle weiblichen Figuren übernimmt und zugleich eine Art Erzählerfunktion erfüllt. Die Sopranpartie wird von der äußerst vielseitigen Claron McFadden gesungen, die sich sowohl in der Oper, Barockmusik, zeitgenössischer Musik als auch im Jazz zu Hause fühlt. Billy wird von dem französischen Singer-Songwriter und Rockmusiker Bertrand Belin interpretiert. Auch wenn diese Stimmenkombination zunächst überraschend wirkt, erweist sie sich als inspirierte Wahl – gerade wegen (oder trotz) ihrer sehr unterschiedlichen Hintergründe. Bertrand kann keine Noten lesen und musste die gesamte Oper Note für Note erlernen. Das Libretto wurde von Jean Lacornerie nach dem Originalroman bearbeitet. Dabei blieb die Struktur erhalten, die Erzähltext mit sogenannten „Left-Handed Poems“ verbindet. Alle elf Gedichte wurden zu den elf Liedern der Oper, ergänzt durch einige gesungene Rezitative. Der gesprochene Erzähltext verwendet eine Mischung aus Französisch und Englisch, da die meisten Aufführungen vor französischsprachigem Publikum stattfanden und Bertrand so einen schnellen, nahezu improvisierten Vortrag ermöglichen sollte. Jean Lacornerie beschreibt die Erzählung als eine Perspektive auf einen Helden aus Westernfilmen unserer Kindheit, die „realer als die Realität“ seien – tiefer und reicher, wie ein nur uns anvertrautes Geheimnis, ein Hymnus auf die Freiheit, der wie ein verlorenes Paradies in unseren Ohren klingt.