Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245 auf 2 CDs
Johannes-Passion BWV 245
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
- Künstler:
- Julian Pregardien, Ying Fang, Lucile Richardot, Christian Immler, Etienne Bazola, Pygmalion, Raphael Pichon
- Label:
- Harmonia Mundi
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12595350
- UPC/EAN:
- 3149020955802
- Erscheinungstermin:
- 20.3.2026
- Gesamtverkaufsrang: 5
- Verkaufsrang in CDs: 3
Filmausschnitte/Videotrailer
Der überragende Chor von Pygmalion steht im Zentrum dieser neuen Aufnahme der Johannes-Passion. Seine ergreifende Präsenz wirkt durch das ganze Werk hindurch, genau wie seine vorbildliche Artikulation, die kollektive Energie und die Kunst, das Drama zu gestalten und sein emotionales Gewicht zu vermitteln. Die geschmeidige, präzise Gestik von Raphaël Pichon gibt ihm einen neuen dramaturgischen Bogen und stellt an das einzigartige Ensemble höchste Ansprüche, was Darbietung und musikalische Wahrhaftigkeit betrifft. Eine Lesart, die durch den klaren Duktus und die Wucht ihrer Darstellung restlos überzeugt.
»In [Bachs Musik] herrscht ein einzigartiges Gleichgewicht zwischen Herz und Verstand. Es ist eine Musik, die zu uns spricht wie zu einem Freund. Sie hat nichts Einfaches an sich, und doch ist sie uns nahe und vertraut.« (Raphaël Pichon)
Rezensionen
"Es ist vollbracht, nicht nur zum zweiten Mal der Kreuztod Jesu, sondern auch die Einspielung aller drei großen Bach-Chorwerke durch den (relativen) Johann-Sebastian-Novizen Raphaël Pichon und sein wunderfeines Vokal- wie Instrumentalensemble Pygmalion. Nach der glanzvoll rezipierten Matthäus-Passion und der h-Moll-Messe folgt nun, pünktlich zu Ostern, der Abschluss mit der Passionsgeschichte nach dem Evangelium des Johannes in der finalen Fassung von 1749. Die Johannes-Version ist knapper, gedrängter, kontraststärker, auch schroffer als die Matthäus-Variante. Doch gerade diese Charakteristika betont Pichon nicht: Er sucht eine Farbigkeit des Verschwimmens, die Spannung ist weicher, nachdenklicher, schlanker. Das nimmt der Tonhandlung die Spitzen, gleichwohl bleibt es eine dramatische Erzählung, vorangetrieben von dem formidabel in der Diktion wie der Intonation agierenden, abwechslungsreich eingesetzten Chor, bis hin zum schmerzlich erzählstarken Evangelisten des bewährten, aber nie routinierten Julian Prégardien. Auf ähnlich achtbarem Niveau, gradlinig ziseliert und wohl abgewogen in der Stimmfärbung lassen sich die übrigen Gesangssolisten Ying Fang, Lucile Richardot, Laurence Kilsby, Huw Montague Rendall, Christian Immler und Etienne Bazola vernehmen. Auch orchestral wird hier in den Soli wie Tutti mit einer wissenden Flexibilität, betörender Melodik und zupackender Klangcharakteristik vorgegangen. Das wirkt zugleich planvoll und doch scheinbar spontan, selbst Vertrautes hört sich aufregend neu, vor allem, weil immer wieder organisch die Dynamik und das Tempo wechseln. Fast scheint das an der geistvollen Rezitation französischer Hofopern geschult, die dem Ensemble sehr gut vertraut sind. So unmittelbar anrührend, ergreifend und mitfühlend hat sich Raphaël Pichon endgültig in die vorderste Reihe heutiger Bach-Gestalter gestellt. Ein ganz wunderbares Osterei." (rondomagazin.de)"Das musikalische Resultat ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Wie bei einem spannenden Thriller ist es kaum möglich, sich der Sogwirkung dieser Interpretation der "Johannes-Passion" zu entziehen. Von der ersten Sekunde an erzählt diese Fassung mit ungeheurer Dramatik vom Leiden und Sterben Jesu. Die Arien gehen, einfühlsam gesungen und bestens verständlich, direkt zu Herzen; die Choräle und Chöre kommentieren oder urteilen in allen musikalischen Schattierungen, und die Rezitative (die heimlichen Stars dieser Einspielung) führen eindringlich und mit großer emotionaler Wucht durch das Geschehen (Julian Prégardien als Evangelist). Raphael Pichon hat sich lange auf diese Aufnahme vorbereitet - und es hat sich gelohnt. Gemeinsam mit seinem vertrauten Ensemble führt er die Zuhörenden durch die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen. Wer künftig Interpretationen der "Johannes-Passion" - eine der musikalischen Messlatten - vergleicht, kommt an dieser Einspielung nicht vorbei." (oe1.orf.at)
"Hier wird Großes verhandelt, Dramatisches. Oft hört man den Eingangschor von Bachs „Johannes-Passion“ verhalten-getragen, mit Fokus auf das kommende Leiden Jesu. Bei Raphaël Pichon und dem Ensemble Pygmalion geht es vom ersten Takt an anders zu. So aufgeladen, nervös, bang-ahnungsvoll hat man diesen Beginn wohl kaum je gehört. Dann folgt, geprägt von souveräner (Text-)Klarheit und Tongebung, der Einsatz des Evangelisten: Julian Prégardien erweist sich bis zum Schluss als eine Autorität durch Natürlichkeit. Die zweite größere Solorolle übernimmt, eher milde und balsamisch, dazu ebenfalls textprägnant Huw Montague Rendall als Jesus. Die Chöre sind bestens eingestellt und bilden das Gerüst dieser Aufnahme: Kommentatoren und unmittelbar Beteiligte des Geschehens, Beobachter und Akteure. Die Kreuzigungsszene etwa gerät ungemein plastisch. Auch das Orchester zeigt, wie sehr Pygmalion mit Bachs Musik vertraut ist. Man höre nur das Zusammenspiel der Bläser am Beginn der Arie „Von den Stricken“. Nicht eine unter vielen Aufnahmen, sondern eine in ihrer Vitalität beeindruckende." (concerti.de)
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