Johann Christian Cannabich: Sinfonia concertante für 2 Violinen & Orchester auf CD
Sinfonia concertante für 2 Violinen & Orchester
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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+Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade Nr. 10 B. Dur KV 361 "Grand Partita" (Orchesterfassung)
- Künstler:
- Stanko Madic, Eugene Nakamura, Münchner Rundfunkorchester, Reinhard Goebel
- Label:
- BRKlassik
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12612146
- UPC/EAN:
- 4035719003581
- Erscheinungstermin:
- 3.4.2026
Reinhard Goebel, Gründer und Leiter von Musica Antiqua Köln (1973–2005) und Inhaber eines Lehrstuhls für Aufführungspraxis am Mozarteum Salzburg (2010–2025) arbeitet weiter unermüdlich an der Erstellung und Erarbeitung „neuen“ Repertoires des 18. Jahrhunderts. Im Mai 2025 beschäftigte er sich erneut mit jener meisterhaften Bearbeitung, die der Münchner Komponist Franz Gleißner um 1800 von Mozarts „Gran Partita“ KV 361 angefertigt hatte. Aktuelle Aufführungen und eine moderne Einspielung wurden ebenso gewünscht wie erwartet. Die auf der vorliegenden CD zu hörenden Werke führte Goebel im Mai 2025 zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester während der Residenz- und Schlössertournee in Amberg, Ansbach, Dachau und Oettingen auf und spielte sie zuvor im Studie 1 des Bayerischen Rundfunks ein. Die „Gran Partita“ KV 361, eines seiner grandiosesten Werke, komponierte Wolfgang Amadé Mozart für das ehemalige Mannheimer Orchester, das mit dem dynastisch erzwungenen Umzug des Kurfürsten nach München umgesiedelt war. Das mit zwölf Blasinstrumenten und Kontrabass ungewöhnlich besetzte Werk ist nur selten zu hören. Als 1800 die Drucklegung anstand, wurde es in einer Bearbeitung für ein traditionell besetztes Orchester veröffentlicht, die der Münchner Komponist Franz Gleißner im Auftrag des Musikverlags meisterhaft erledigt hatte. Reinhard Goebel hat sich bereits wiederholt für diese starke Bearbeitung, die unter dem Titel „Sinfonia concertante“ erschienen war, eingesetzt – nun tat er dies erneut am Pult des Münchner Rundfunkorchesters. Er schreibt: „Wie öd’ und leer wäre eine Welt ohne Bearbeitungen. Gründe GEGEN Bearbeitungen kann es gar nicht geben – die Gründe FÜR Bearbeitungen hingegen können vielfältig und komplex sein.“ Das berühmte Mannheimer Orchester hatte der Komponist und Kapellmeister Christian Cannabich mit nahezu militärischer Disziplin herangezogen und ertüchtigt. Der junge Mozart war fasziniert von dem Konzertmeister wie dem Klangkörper. „Man möchte sich gerne vorstellen,“ schreibt Goebel, „dass Mozart die ‚Sinfonia concertante‘ zusammen mit bzw. gegen Cannabich gespielt haben mag.“ Dieses Konzertstück für zwei Violinen und Orchester „ist in violinistischer wie auch in kompositorischer Hinsicht ein Endpunkt, der mit den altgedienten Kräften der Mannheimer Schule nicht übertroffen, vor allem aber nicht weiterentwickelt werden konnte.“