Johann Wolfgang von Goethe: Faust I, Kartoniert / Broschiert
Faust I
- Die Tragödie des Pakts mit dem Teufel
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Herausgeber:
- Edmond Bronstein
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 04/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783696393021
- Artikelnummer:
- 12698236
- Umfang:
- 148 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 246 g
- Maße:
- 220 x 155 mm
- Stärke:
- 11 mm
- Erscheinungstermin:
- 21.4.2026
Weitere Ausgaben von Faust I |
Preis |
|---|---|
| Buch, Kartoniert / Broschiert | EUR 4,50* |
| Buch, Gebunden | EUR 32,00* |
| Buch, Gebunden | EUR 32,00* |
Die Tragödie schreitet voran, Tataa, Auftritt Gretchen! Nele Heaslip: Bei einer so komplexen, konfliktreichen Figur wie Faust, dessen durchdringende Persönlichkeit das ganze Stück beherrscht, ist man vielleicht dazu verführt, dem frommen Gretchen eine schlichtere Charakterisierung zu unterstellen. Zugleich aber dominiert Gretchen schon lange die künstlerische Rezeption des Stücks – mal als hilfloses Opfer, mal als ideales Frauenbild, als gefallenes Mädchen, als Madonna oder Magdalena. Zweifellos macht sich an der Gretchentragödie die gesellschaftliche Aussage des Stückes fest. Das hängt natürlich davon ab, in welcher Gesellschaft das Stück spielt – und welcher Gesellschaft es vorgeführt wird. In meiner Inszenierung aus drei Zeitebenen und drei Gesellschaften gibt es daher auch drei Gretchen. Beim Zeichnen habe ich festgestellt, dass sich unter den drei Hauptfiguren Gretchen im Bezug zu ihrer Umgebung am stärksten verändert. Das war nicht ganz überraschend, da Gretchens Rolle am meisten durch ihre Gesellschaft bedingt ist. Im Mittelalter gibt es für eine junge, bürgerliche Frau wie sie nicht viele Möglichkeiten zur Entfaltung – im Nationalsozialismus ähnlich wenig. In der Gegenwart aber stellte sich für mich die Frage: Wer wäre Gretchen, wenn sie frei wählen dürfte?
Fest steht, dass Gretchen in vielerlei Hinsicht die Antithese zum intellektuell verzweifelten, weltgewandten, zynischen und rastlosen Faust darstellt. Man mag sie in ihrer Unschuld für naiv halten. Dagegen finde ich, dass Gretchen eine Eigenschaft in sich trägt, die zu oft für naiv erklärt wird – eine Eigenschaft, die eine Stärke verlangt, die selbst Faust nicht aufbringen kann, und in der doch vielleicht die Hoffnung liegt, die Faust längst verloren hat: den Glauben an das Gute im Menschen.
Klappentext
"Faust I" ist eines der bedeutendsten Werke der deutschen Literatur und ein zeitloses Meisterwerk über die Grenzen menschlichen Wissens, die Verlockung der Macht und den Preis der Seele.
Der Gelehrte Faust, getrieben von unstillbarem Erkenntnisdrang, schließt einen folgenschweren Pakt mit dem Teufel Mephisto. Was als Suche nach Wahrheit beginnt, führt ihn in eine Welt aus Verführung, Leidenschaft und moralischem Abgrund. Die tragische Geschichte um Gretchen gehört zu den bewegendsten Darstellungen von Schuld und Unschuld in der Literaturgeschichte.
Diese Ausgabe bietet den vollständigen Text des ersten Teils in originalgetreuer Form. Die klassische Versstruktur bleibt erhalten und ermöglicht ein authentisches Leseerlebnis, das Goethes sprachliche Kraft und Vielschichtigkeit in ihrer ganzen Tiefe erfahrbar macht.
Ob als Einstieg in die Welt Goethes oder als hochwertige Ausgabe für Sammler: Dieses Buch ist eine unverzichtbare Ergänzung für jeden, der sich für klassische Literatur, Philosophie und die großen Fragen der menschlichen Existenz interessiert.
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Biografie (Johann Wolfgang von Goethe)
Johann W. von Goethe, geb. am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gest. am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken 'Götz' und 'Werther', Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen ('Faust', 'Tasso', 'Iphigenie' u. v. a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling . . .). Goethe prägte den Begriff Weltliteratur, und er ist der erste und bis zum heutigen Tag herausragendste Deutsche, der zu ihren Vertretern gehört.Anmerkungen:
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