A Strange Light From The East 1965 - 1972 auf 3 CDs
A Strange Light From The East 1965 - 1972
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Cherry Red
- Artikelnummer:
- 12765041
- UPC/EAN:
- 5013929436138
- Erscheinungstermin:
- 21.8.2026
- Gesamtverkaufsrang: 3299
- Verkaufsrang in CDs: 1325
Der Zeitraum von 1965 bis 1972 erlebte eine Transformation der westlichen Musik durch die Einbeziehung östlicher Musiktraditionen, Philosophien und Raga-Einflüsse.
Ikonische Titel von Bands wie The Byrds, The Yardbirds und The Paul Butterfield Blues Band leisteten Pionierarbeit bei der Verschmelzung von Modal Jazz, indischer klassischer Musik und Psychedelic Rock.
Diese Experimente legten den Grundstein für Progressive Rock, Proto-Punk und Weltmusik und veränderten die technische sowie kreative Landschaft der modernen Musik nachhaltig.
Das britische Folk-Revival brach im Jahr 1965 an, als Bert Janschs „Folk-Barock“-Fingerpicking-Stil die Tradition revolutionierte und das erste Morgenlicht auf eine aufkeimende Psychedelic-Szene warf. Diese Szene bewegte sich bis 1972 von den Folk-Clubs hin zu den konzeptionell anspruchsvollen Klanglandschaften des Progressive Rock – exemplarisch verkörpert durch das östlich anmutende Sitar-Gitarrenspiel auf dem Yes-Titel „Siberian Khatru“.
Westliche Künstler nutzten östliche Formen als neues musikalisches Fundament. The Byrds wagten den Übergang vom Folk-Rock in das unerforschte Terrain von „Eight Miles High“ – einem Titel, der weithin als die erste echte US-„Raga-Rock“-Single gilt. Angetrieben von Roger McGuinns Soli – inspiriert von Ravi Shankar und John Coltrane – bewies der Song, dass auch die Popmusik komplexe modale Strukturen aufgreifen konnte. In ähnlicher Weise setzte Jeff Beck von den Yardbirds stark verzerrte Fuzz-Pedale ein, um auf dem Titel „Heart Full Of Soul“ den charakteristischen Bordunton (Drone) einer Sitar nachzuahmen.
Mit zunehmender Helligkeit des Tageslichts weiteten ambitionierte musikalische Exkursionen die Grenzen der Genres immer weiter aus. The Paul Butterfield Blues Band schlug mit „East West“ – einem Meisterwerk aus Modal Jazz und indischer Klassik – eine Brücke zwischen traditionellen Formen und der Ästhetik von Jam-Bands. „Egyptian Gardens“ von Kaleidoscope gilt bis heute als eines der authentischsten Beispiele dieses Trends, indem es nahöstliche Tonleitern in eine Fusion aus Weltmusik integrierte. Selbst die treibenden Rhythmen in Shocking Blues’ „Love Buzz“ zeigten auf, wie der Raga-Sound in den aufkommenden Hard Rock Einzug hielt.
Dieses „seltsame Licht“ lieferte den Bauplan für die komplexe musikalische Architektur, die darauf folgen sollte. Die technischen Anforderungen des Progressive Rock erwuchsen unmittelbar aus diesen Experimenten; Jimmy Pages DADGAD-Stimmung auf dem Titel „White Summer“ entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des Led-Zeppelin-Repertoires. Der Einfluss reichte sogar bis in die Schattenbereiche der Musikszene hinein, als The Stooges den Garage Rock zugunsten der rituellen Intensität ihres Stücks „We Will Fall“ hinter sich ließen. Vom „Space-Age“-Pop der Riot Squad bis hin zu den „Indo-Afro“-Experimenten der 40 Watt Banana – diese Ära der gegenseitigen Befruchtung erweiterte den Horizont westlicher Musiker für immer.