Randy Weston: Montreux Jazz Festival 1985 auf CD
Montreux Jazz Festival 1985
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
- Label:
- In+Out
- Aufnahmejahr ca.:
- 1985
- Artikelnummer:
- 12618053
- UPC/EAN:
- 0798747716628
- Erscheinungstermin:
- 20.3.2026
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Preis |
|---|---|
| 2 LPs | EUR 37,99* |
- Gesamtverkaufsrang: 3124
- Verkaufsrang in CDs: 1260
Den 100. Geburtstag der Jazz-Piano-Legende Randy Weston feiert IN+OUT Records mit drei Alben mit bisher unveröffentlichtem Livematerial. Diese erscheinen sowohl einzeln auf Vinyl und CD als auch komplett in einer edlen und streng limitierten Sammlerbox.
Randy Weston, der Riese. Angeblich maß er 2,03 Meter, weshalb er seine bekannteste Komposition „Hi Fly“ betitelte. Von seinem Kopf aus wirke es, als würde er fliegen, wenn er auf den Boden hinunterschaue, sagte er einmal. Und tatsächlich weckte der 1926 in Brooklyn geborene Hüne nicht nur mit seinem Äußeren großes Aufsehen. Auch seine Titel hatten dieses gewisse Etwas, einprägsame, markante Linien mit einem hohen Wiedererkennungswert. Das lag zum einen daran, dass man Rhythm & Blues getrost als Westons musikalische Wiege bezeichnen kann, aber auch, dass er sich in der zweiten Hälfte seiner Karriere vor allem dem Erbe seiner afrikanischen Vorfahren widmete.
Die Sinne dafür hatte schon früh sein Vater geschärft, der im New Yorker Stadtteil Bedford-Stuyvesant ein Restaurant betrieb, das als ein Kristallisationspunkt der Brooklyner Jazzszene galt. „Du bist ein Afrikaner, der in Amerika geboren wurde. Schau in den Spiegel und lerne, wer du bist“, schärfte er dem jungen Randy ein und gab ihm mit auf den Weg, den Roots des Jazz im „Mutterkontinent“ Afrika nachzuspüren. Dass sein Spiel stets kantig und rhythmusbetont daherkam, lag vor allem an Thelonious Monk, neben Duke Ellington sein großes Vorbild. Monk gab Weston den Rat, sich nie auf musikalische Kompromisse einzulassen – was er bis zu seinem Tod im Jahr 2018 im Alter von 92 Jahren auch nie tat. Schon 1960 widmete er afrikanischen Klängen mit „Uhuru Africa“ ein ganzes Album, dem sich 1963 „Highlife“ und 1964 „African Cookbook“ anschlossen. 1961 reiste der Pianist zum ersten Mal nach Nigeria, Ende der 1960er-Jahre wurde Weston für einige Jahre im marokkanischen Tanger sesshaft, wo er einen Jazzclub betrieb. Später arbeitete er regelmäßig mit Gnawa-Musikern, und legte 2017 mit der „African Nubian Suite“ ein Brennglas auf die Geschichte der Menschheit unter Klängen aus Ägypten, Senegal, China oder Afroamerika. Anlässlich des 100. Geburtstages von Randy Weston am 6. April 2026 veröffentlicht IN+OUT Records nun eine fulminante Box mit drei unveröffentlichten Alben, die den Pianisten 1985 bei Konzerten in der Brooklyn Academy Of Music und beim Montreux Jazz Festival sowie 1988 mit seinem Kollegen Monty Alexander bei Festivals präsentieren und die Westons langjähriger Freund Jacques Muyal für die Nachwelt aufgezeichnet hat. Im Vinyl-Format gibt es den Weston-Schatz in einer prächtigen Ledertasche mit einer eigenes vom Künstler designten Gedenkmedaille.
Montreux Jazz Festival 1985
Ein energiegeladenes Dokument eines historischen
Moments: Randy Weston und seine Big Band entfesseln 1985
beim Montreux Jazz Festival eine explosive Mischung aus
afrikanischen Rhythmen, Jazztradition und emotionaler Tiefe
– meisterlich arrangiert von Melba Liston
Das Jahr 1985 sollte für Randy Weston eines der wichtigsten
seiner Karriere werden. Nach dem spektakulären Erfolg seines
von Melba Liston arrangierten Konzertes an der Academy
Of Music seiner Heimatstadt Brooklyn im Februar ging es
einige Monate später mit einem kleineren, aber nicht minder
fulminanten Ensemble nach Europa. Bei dieser Tournee war
die Big Band auch beim renommierten Montreux Jazz Festival
gebucht, wo die vorliegende Aufnahme entstand.
Sie beginnt auf ausdrücklichen Wunsch von Claude Nobs, dem Gründer und Direktor des Montreux Jazz Festivals, mit einer von Randys Signature-Kompositionen „African Cookbook“, gefolgt von „Hi-Fly“, dem schwerelosen Alltime-Jazzwalzer, sowie dem „Portrait Of Frank Edward Weston“, einer Hommage an seinen Vater, und eine seiner großen Inspirationsquellen. „African Sunrise“ schlussendlich gibt es in einem hinreißenden Arrangement von Melba Liston, die jedoch nicht mit nach Europa kommen konnte und durch Hale Smith ersetzt wurde.
Bemerkenswert erscheint gerade der letzte Titel „Congolese Children“, eines von Westons absoluten Lieblingswerken. Es basiert auf einer traditionellen Volksmelodie des Bashai-Stammes, die eine Gruppe von Jungen beim Besuch einer Missionsschule am Kivu-See im Kongo gesungen und ihn damit inspiriert hatte. Das Publikum war völlig aus dem Häuschen, pfiff, johlte und klatschte sich die Finger wund. Randy Weston und Hale Smith konnten gar nicht anders, als den Leuten eine Zugabe zu schenken. Sie entschieden sich für Duke Ellingtons „C Jam Blues“, der in eine geradezu magische Jam-Session mit lauter flirrenden Rhythmen mündete, bei der sich Hale sogar zu Randy ans Piano gesellte, um gemeinsam mit ihm zu spielen. Das Konzert ist ein weiterer großer, bislang kaum bekannter Meilenstein in der reichen Vita des Mannes, der 1996 vom DownBeat-Magazin zum Komponisten des Jahres gekürt wurde und 2000 den American Jazz Masters Award vom National Endowment for the Arts erhielt. Dank Jacques Muyal ist er nun auch für die Jazzfans des 21. Jahrhundert zugänglich.
Tracklisting
Disk 1 von 1 (CD)
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1 African Cookbook
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2 Hi Fly
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3 Blues For Strayhorn / Portrait Of F. E. Weston
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4 African Sunrise
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5 Congolese Children
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6 C-Jam Blues
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