Peter Gall: Drum Seeds auf CD
Drum Seeds
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Compost
- Aufnahmejahr ca.:
- 2026
- Artikelnummer:
- 12774273
- UPC/EAN:
- 0673794268026
- Erscheinungstermin:
- 4.9.2026
Weitere Ausgaben von Drum Seeds |
Preis |
|---|---|
| LP | EUR 29,99* |
Peter Galls letztes Album „Love Avatar“ wurde 2025 mit dem Deutschen Jazzpreis als „Album des Jahres“ ausgezeichnet. Sein neues Album „DRUM SEEDS“ sorgt bereits für großes Aufsehen und ist ebenso gut, aber auf ganz andere Weise beeindruckend.
Mit viel Energie und analoger Kraft rückt DRUM SEEDS das Schlagzeug und die originellen Beats in den Mittelpunkt. Doch das ist nur der erste Eindruck. Das neue Soloalbum des Schlagzeugers und Musikers Peter Gall ist weit mehr als nur ein musikalisches Statement. Schon LOVE AVATAR war ein Erfolg: Aufgenommen mit Größen der europäischen Jazzszene, erhielt dieses opusartige Werk begeisterte Kritiken, führte zu erfolgreichen Tourneen und Auftritten auf renommierten Jazzfestivals und gewann 2025 den Deutschen Jazzpreis als „Album des Jahres“.
Anstatt auf bewährte musikalische Formeln zurückzugreifen, beschreitet Peter Gall nun völlig neue Wege: *DRUM SEEDS* ist kein gewöhnliches, vorhersehbares Album. Es ist mit Sicherheit kein klassisches Jazzalbum. Das komplett in Eigenregie produzierte Album enthält natürlich viel Jazz – dank Peter Galls tiefen Wurzeln in dieser Musikrichtung – aber ebenso viel Nonkonformität. Schlagzeugrhythmen sind das zentrale Thema des Albums – und sie wirken wild, roh und ungestüm, aber gleichzeitig auch einnehmend und tranceartig.
Die Grundlage dafür legte Michael Reinboth, Chef des Labels Compost: Er wollte schon lange ein reines Schlagzeugalbum mit Peter Gall produzieren. Also trafen sie sich in Jan Krauses (Beanfield) Studio, wo Peter Gall bereits zahlreiche Alben für das Compost-Universum mit der spirituellen Jazz-Supergroup WEB WEB aufgenommen hatte. In dieser vertrauten Atmosphäre entstanden stundenlange Aufnahmen – von Beats und Grooves über vielschichtige Schlagzeugarrangements bis hin zu orchestralen Schlagzeug- und Perkussionsarrangements. Auf DRUM SEEDS ist Galls Schlagzeugspiel präsenter als auf allen anderen der rund 50 Alben, die der 42-Jährige bisher für verschiedene Bands und Künstler aufgenommen hat. Dennoch lehnt er virtuoses Schlagzeugspiel weiterhin ab. „Für mich geht es mehr um das Gefühl und die Geschichte, die ein einfacher Groove erzählen kann“, sagt er.
Peter Galls Liebe zu Vintage-Analog-Synthesizern brachte den ursprünglichen Plan, dem Schlagzeug den Hauptteil des Albums zu überlassen, durcheinander. Und plötzlich entwickelten sich die mantraartigen Beats zu songartigen Stücken mit immersiven Klangcollagen, die Assoziationen wecken: zu den Ambient-Werken von Aphex Twin, den Dancefloor-Krachern von Caribou, dem Jazz der 60er und 70er Jahre, zu The Streets, Boards of Canada, den Soundtracks von David Lynch oder Blade Runner, aber immer wieder auch zu Galls früheren Jazzalben – mit eingängigen Melodien, tiefgründigen Harmonien und einer fantasievollen, spirituellen Atmosphäre. Die unverwechselbaren, charaktervollen Grooves mit ihrer starken Wirkung bleiben jedoch das zentrale narrative Element dieses kaleidoskopischen Albums.
All das konnte man in konzentrierter Form in einem düsteren Subkulturclub hören oder als tanzbare Tracks unter der Festivalsonne auflegen. Jazz trifft auf Krautrock, Ambient, Clubmusik und Breakbeats, komplexe Grooves, Drum & Bass, Hip-Hop, Indie und R&B – so könnte man sagen. Doch die Sache ist vielschichtiger und komplexer.