Jason Moran, BlankFor.ms & Marcus Gilmore: Shards auf CD
Shards
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Red Hook
- Aufnahmejahr ca.:
- 2024
- Artikelnummer:
- 12633902
- UPC/EAN:
- 5391538080615
- Erscheinungstermin:
- 1.5.2026
Weitere Ausgaben von Shards |
Preis |
|---|---|
| LP, (180g) (Translucent Vinyl) | EUR 31,99* |
- Gesamtverkaufsrang: 6340
- Verkaufsrang in CDs: 2513
Performance und Transformation verschmelzen auf „Shards“ – dem mit Spannung erwarteten zweiten Album des Pianisten Jason Moran, des Elektronikmusikers BlankFor.ms und des Schlagzeugers Marcus Gilmore. Das Album setzt die Klangforschung des Trios fort, die sie mit „Refract“ (2023) begonnen haben, und lotet die Möglichkeiten der Gestaltung und Konstruktion musikalischer Ereignisse in Echtzeit weiter aus.
Während „Refract“ die Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Welt erforschte, präsentiert sich die Gruppe auf „Shards“ in ihrem gewohnten Sound und lässt sich Zeit, die Ereignisse in längeren Stücken zu entfalten. Während Moran und Gilmore spielen, fängt BlankFor.ms kleinste Klangfragmente ein – beschleunigt, verlangsamt, rückwärts abgespielt, granuliert – und sendet sie seinen Mitmusikern wie flüchtige Blicke in einen zerbrochenen Spiegel zurück. Das Trio empfängt Echos seiner unmittelbaren Vergangenheit oder sogar noch weiter zurückliegender Zeit und fügt diese zeitlichen Bruchstücke zu Improvisationen zusammen, die die organische Einheit von Gemälden besitzen und gleichzeitig als Klangcollagen fungieren.
Das Zusammenspiel von akustischen Instrumenten und Elektronik erzeugt faszinierende klangliche Mehrdeutigkeiten. BlankFor.ms navigiert zwischen Extremen, erzeugt mal harsche, komplexe Geräuschtexturen, mal üppige, wunderschöne Klanglandschaften. Moran wechselt zwischen zarten, rhapsodischen Passagen und rauerem, kantigerem Terrain, während Gilmore mitreißende Grooves neben Momenten purer Abstraktion und Weite spielt. Die Verschmelzung der Klangfarben verschleiert oft ihre Ursprünge und schafft eine immersive Klanglandschaft, in der Klavier, Schlagzeug und bearbeitete Klänge zu einem einzigen, multidimensionalen Ganzen verschmelzen.
Das konzeptionelle Gerüst des Albums kreist um Fragmentierung und Rekonstruktion. Wie die Liner Notes feststellen: „Klavier und Schlagzeug verschmelzen miteinander und mit sich selbst, kreisen in einer Schleife zwischen Klang, Daten, Vergangenheit und Zukunft – Informationen, die sich mit der Blitzgeschwindigkeit der Gedanken der Musiker bewegen.“ Jede musikalische Geste dieser Musiker hinterlässt Spuren in drei virtuellen Dimensionen und formt beim Abspielen der Platte unzählige Bilder.
Nach dem großen Erfolg von „Refract“, das von der New York Times für seine „medien- und stilübergreifende Arbeit mit komponierten Elementen und vorbereiteten Loops“ gelobt wurde, markiert „Shards“ eine Weiterentwicklung der gemeinsamen musikalischen Sprache der Gruppe. Das Spektrum der Ideen ist breit gefächert. Meditative Passagen weichen explorativer Abstraktion, und kantige Rhythmen koexistieren mit lyrischen Melodien.
Die Produktionsqualität zeichnet sich durch die für Red Hook Records typische akribische Detailgenauigkeit aus und präsentiert das komplexe Zusammenspiel des Trios mit bemerkenswerter Klarheit und Präsenz.
„Shards“ schafft Musik von intimer Weite, die aus verkörperten Geschichten, Zeit und Technologie entsteht – ein Album, auf dem der Prozess des Verhärtens, Zerbrechens und Wiederaufbauens live stattfindet und jeder Zeitfragment ins Bewusstsein dringt.