Miles Okazaki: Boomtown auf CD
Boomtown
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Pi Recordings
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12721027
- UPC/EAN:
- 0808713011326
- Erscheinungstermin:
- 26.6.2026
Über zwei Jahrzehnte hinweg hat der Gitarrist und Komponist Miles Okazaki ein Werk geschaffen, das von Strenge und rastloser Neugier geprägt ist. Mit *Boomtown* – seinem neunten Album mit Eigenkompositionen und seinem vierten als Bandleader für das Label Pi Recordings – präsentiert er ein groß angelegtes, kunstvoll ausgearbeitetes und bisweilen widerspenstiges Werk, das mit erzählerischer Kraft voranstürmt. Das Album knüpft thematisch an *Miniature America* aus dem Jahr 2024 an, das der Pianist Ethan Iverson als „akribisch zusammengestellt, ein absolutes Vergnügen beim Zuhören und von einem großzügigen – ja sogar unbeschwerten – Geist durchdrungen“ beschrieb. Wie schon auf jenem Album hat Okazaki auch diesmal zehn Musiker um sich versammelt: die Saxofonisten Caroline Davis, Jon Irabagon und Anna Webber, die Posaunisten Jacob Garchik und Kalia Vandever, die Bassisten Chris Tordini und Hannah Marks, Matt Mitchell am Klavier, Dan Weiss am Schlagzeug sowie Okazaki selbst an der Gitarre. Es ist eine Gruppe, die gleichermaßen auf Präzision und Spontaneität ausgelegt ist – und deren Besetzung bewusst auf unterschiedliche musikalische Stimmen bei denselben Instrumenten setzt, um das im Album angelegte Spiel mit widerstreitenden Energien noch intensiver auszuloten.
*Boomtown* bildet den mittleren Teil von Okazakis dritter Trilogie; den Auftakt bildeten seine frühen Werke (*Mirror*, *Generations*, *Figurations*), gefolgt von drei Alben mit seiner Band Trickster (*Trickster*, *The Sky Below*, *Thisness*). Die aktuelle Reihe zeichnet sich durch große Ensembles und einen weitläufigen Klang aus, geprägt von großzügigen musikalischen Gesten, die bewusst die Instabilität herausfordern. Während seine Trickster-Projekte jene akribische Komplexität eines feinen Schweizer Uhrwerks an den Tag legen – zweifellos beeinflusst durch die Jahre, die Okazaki als Mitglied der Band *Five Elements* des Saxofonisten Steve Coleman verbrachte –, spiegelt *Boomtown* einen umfassenden Wandel in seiner künstlerischen Arbeitsweise wider.