Mark Isham: At The Carousel Club auf LP
At The Carousel Club
Die gute alte Vinyl - Langspielplatte.
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- Label:
- Outside In
- Aufnahmejahr ca.:
- 2026
- Artikelnummer:
- 12848606
- UPC/EAN:
- 0881453113581
- Erscheinungstermin:
- 25.9.2026
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Preis |
|---|---|
| CD | EUR 18,99* |
Der mit Grammy- und Emmy-Preisen ausgezeichnete Künstler Mark Isham hat sein erstes neues Soloalbum seit 15 Jahren angekündigt: At the Carousel Club.
Der für einen Oscar nominierte Komponist, der sich im Laufe seiner Karriere fließend zwischen Jazz, elektronischer Musik, Orchestrierung und Filmmusik bewegt hat, schöpft aus all diesen Disziplinen, um ein neuartiges, vielschichtiges musikalisches Statement zu schaffen. Zeitgleich mit der Ankündigung veröffentlichte Isham den Titeltrack – ein lebendiges Eröffnungsstück, das jene gegensätzlichen Kräfte vereint, die sein musikalisches Leben geprägt haben: Disziplin und Gefahr, Komposition und Improvisation, Maschine und Atem.
„The Carousel Club ist ein Ort, an dem man sich auf musikalische Reisen begeben kann“, sagt Isham. „Dieser Eröffnungstrack ist eine freudige Einladung – eine Ouvertüre, wenn man so will – zu Geschichten, die sich ständig weiterentwickeln und jedem Hörer eine andere Sicht auf die Welt eröffnen.“
Isham hat seine Karriere oft damit verbracht, die Erzählungen seiner Partner mitzugestalten – sei es durch Auftritte mit Joni Mitchell, Van Morrison und Stanley Clarke oder durch die Komposition einiger der unvergesslichsten Film- und Fernseh-Soundtracks der letzten vier Jahrzehnte (darunter Once Upon A Time, Blade, Crash, A River Runs Through It u. a.). Seine Rückkehr als Solokünstler stellt nun die Annahme infrage, dass ein Komponist, der für seine erzählerische Begleitung bekannt ist, stets im Hintergrund bleiben muss. Hier interpretiert er nicht die Vision eines Regisseurs und untermalt nicht die Gefühlswelt eines anderen Künstlers. Er ist Autor, Protagonist und Wagnis-Eingeher zugleich; er stellt den Klang seiner Trompete in das Zentrum einer musikalischen Umgebung, die ohne Drehbuch, ohne Bildvorlage und ohne garantiertes Ziel entstanden ist.
Das in den legendären Mad Hatter Studios aufgenommene Album basiert auf einer dreiwöchigen, ununterbrochenen Experimentierphase mit Ishams beeindruckender Sammlung analoger Synthesizer. Im Umgang mit instabilen Spannungen, physischen Schaltkreisen und Instrumenten, die sich einer perfekten Wiederholung widersetzen, erschuf er gewaltige elektronische Klanglandschaften – nicht auf der Basis eines Auftrags, sondern durch freies Experimentieren. Diese Kompositionen bildeten das Fundament für ein Ensemble, dem der Gitarrist Nels Cline, der Schlagzeuger Vinnie Colaiuta, der Bassist Kaveh Rastegar, die Sängerin Ayo Awosika und das Orchid String Quartet angehören.
Im Kern von Ishams künstlerischem Schaffen steht die Dualität. Er ist ein akribischer Komponist, den strukturelle Kontrolle und melodische Harmonie reizen, aber zugleich ein Improvisator, der davon überzeugt ist, dass Musik erst dann lebendig wird, wenn die Kontrolle zu bröckeln beginnt. Die Synthesizer geben Systeme vor – die Musiker brechen diese auf. In einer Branche, die zunehmend von Schnelligkeit, Algorithmen, Katalogwerten und sofortigen Erträgen bestimmt wird, setzt At the Carousel Club bewusst auf eine andere Währung: Zeit, Aufmerksamkeit, Ungewissheit und erstklassige Musikalität. Elektronisch und doch organisch, komponiert und doch unberechenbar, intim und doch cineastisch – das Album versucht weder, Ishams kommerziell bekannteste Arbeiten zu imitieren, noch setzt es auf Nostalgie in Bezug auf seine frühere Solokarriere. Stattdessen riskiert es seinen Ruf zugunsten des Neuen und Unentdeckten.
At the Carousel Club ist kein bequemer Rückblick. Es ist eine Absage an die Vorstellung, dass die wagemutigsten Werke eines etablierten Künstlers zwangsläufig der Vergangenheit angehören müssen. Weniger eine Rückkehr als vielmehr ein neuer Aufbruch: Das Album zeigt Isham, wie er sich dem Unbekannten stellt – und darauf vertraut, dass die nächste Note ihm den Weg weist.