Jörg Adrian: "So viele bittere Jahre", Gebunden
"So viele bittere Jahre"
- Nachbarn - verfolgt, vertrieben, ermordet - Eine Spurensuche
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- Herausgeber:
- Geschichtsverein Nierstein e. V.
- Verlag:
- Nünnerich-Asmus Verlag, 03/2027
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783961763634
- Umfang:
- 384 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 15.3.2027
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Klappentext
Ihre Leben wurden zerstört. Sie alle waren jemandes Nachbarn - Ihre Geschichten sollen erzählt werden.
Das Geschäft der Wolfs wird geplündert und verwüstet. Die Levys fliehen in letzter Minute. Hans Borngässer wird in Hadamar ermordet. Adolf Feiner und seine Töchter werden deportiert. Adam Schmitt stirbt im Konzentrationslager. Die Ellers werden kurz vor Kriegsende erschossen. Jakob Hirsch überlebt das Ghetto.
Geschichten wie diese ereigneten sich zwischen 1933 und 1945 unzählige Male in Deutschland. Wie in einem Brennglas lassen sie sich exemplarisch am Beispiel der Kleinstadt Nierstein am Rhein beobachten. 57 Stolpersteine erinnern in Nierstein und Schwabsburg an Menschen, die zwischen 1933 und 1945 verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Dieses Buch zeichnet ihre Lebensläufe nach. Es zeigt auf, woher sie kamen und wohin sie gingen, mit wem und wovon sie lebten und verortet die jeweiligen biographischen Skizzen in einen historischen Kontext. Die Dokumentation stützt sich auf Archivakten und zeitgenössische Zeitungsberichte ebenso wie auf Zeitzeugenerzählungen und Dokumente aus privaten Nachlässen. So werden hier Familiengeschichten erzählt, in denen es um berufliches Fortkommen und private Sorgen, Amt und Ehrenamt, Auswanderung und Flucht, Denunziation und Ausgrenzung, Solidarität und Widerstand, um Deportation und Ermordung, Exil und Neubeginn geht. Dabei entsteht ein vielfältiges Bild von der Vergangenheit einer Kleinstadt am Rhein. Von jüdischen Kaufmannsfamilien, die hier seit Generationen lebten und arbeiteten. Von Kommunisten und Sozialdemokraten, die den Nationalsozialismus schon früh bekämpften. Von psychisch kranken und behinderten Nachbarn, die den Nationalsozialisten als "Ballastexistenzen" galten, und ihren besorgten Angehörigen.
Anmerkungen:
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