Islamische Rechtsphilosophie, Kartoniert / Broschiert
Islamische Rechtsphilosophie
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Herausgeber:
- Ömer Özsoy
- Verlag:
- EB-Verlag, 07/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783868935295
- Artikelnummer:
- 12843050
- Umfang:
- 203 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 15.7.2026
- Serie:
- Frankfurter Zeitschrift für islamisch-theologische Studien - Band 8
Klappentext
In den letzten Jahren haben sich Studien zum islamischen Recht zunehmend Themen der Rechtsphilosophie zugewandt - etwa der Beziehung zwischen Recht und Ethik im Islam sowie der Entwicklung verschiedener Theorien zu mäläa (dem Gemeinwohl) und den übergeordneten Zielen der Scharia (maqid aš-šara). Bisher hat sich jedoch keine eigenständige Disziplin der Rechtsphilosophie im islamischen Kontext herausgebildet. Der Grund liegt darin, dass muslimische Gelehrte sich rechtsphilosophischen Fragen anders nähern als im westlichen Kontext. Themen der Rechtsphilosophie wurden vor allem in der Rechtstheorie und -methodologie (ul al-fiqh) sowie in Disziplinen wie der systematischen Theologie (kalm) und der Phi- losophie (falsafa) erörtert. Gleichwohl ermöglichen rechtsphilosophische Ansätze, theoretische, philosophische und methodologische Dimensionen in unterschiedlichen Gattungen der islamischen Wissenschaften zu identifi- zieren, neue rechtsphilosophische Konzepte zu entwickeln und die breitere akademische Diskussion zur zeitgenössischen Rechtsphilosophie und ihrer Geschichte zu bereichern. Die neue Ausgabe der Frankfurter Zeitschrift für islamisch-theologische Studien knüpft an dieser Beobachtung an und widmet sich rechtsphilosophischen Fragestellungen, die für die islamrechtliche Tradition von zentraler Bedeutung sind. Die Hauptbeiträge beleuchten jeweils einen spezifischen Aspekt der islamischen Rechtsphilosophie: Jameleddine Ben Abdeljelil legt das grundsätzliche Bedürfnis nach islamisch-rechtsphilosophischer Forschung dar; Rikse Sinder untersucht naturrechtliche Zugänge; Serdar Kurnaz analysiert die Mechanismen religiöser Autorität und Deutungshoheit; und Beate Anam thematisiert die Möglichkeit einer islamischen Rechtsethik, die zeitgenössische Fragen der angewandten Ethik auf theoretischer Ebene reflektiert. In den Übersetzungen befasst sich Amin Ehteshámi mit der schiitischen Kritik am Konsens als Rechtsquelle, während Harun Reid Acarolu die interdisziplinäre Verschränkung islamrechtlicher Fragestellungen anhand der Bestimmung der Gebetszeiten in der Auseinandersetzung mit der Astronomie untersucht. Die Debattenbeiträge vertiefen die Auseinandersetzung mit rechtsphilosophischen Themen weiter.
Anmerkungen:
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