Hermann Golle: Fordismus statt Marxismus - Zwei Systeme, zwei Wirklichkeiten - Wie Produktion aufrichtet - und..., Flexibler Einband
Fordismus statt Marxismus - Zwei Systeme, zwei Wirklichkeiten - Wie Produktion aufrichtet - und Ideologie zerstört
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- Verlag:
- DeBehr, 01/2026
- Einband:
- Flexibler Einband
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783987274763
- Artikelnummer:
- 12594882
- Umfang:
- 174 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 8.1.2026
Klappentext
"Ich trage zwei Geräusche in mir: das Surren des Bandes - und das lautlose Leersein der Vorratskeller." Dieses Buch legt zwei Wirklichkeiten nebeneinander. Hier Henry Fords "Produzieren und Dienen": das vorbeiziehende Band, der eine Handgriff, Löhne, die wachsen, während Preise fallen. Präzision, die greifbar wird - in Werkhallen und Werkzeugbauten von ESEM, HILO, Pfauter bis zum frühen Volkswagen-Projekt; eine Produktionslogik, die Technik zugänglich macht und Biografien hebt. Dort die Praxis der Kollektivierung: der Holodomor 1932 / 33, nicht als Chiffre, sondern als erfahrbare Wirklichkeit. Überzogene Abgaben, "schwarze Listen", gesperrte Wege; ausgekratzte Vorratskeller, verkochtes Leder, Wildkräuter im Topf; Kinder mit aufgeblähten Bäuchen, leere Schulräume, ein Kolchoswagen für täglich neue Gräber. Hunger nicht als Schicksal, sondern als verwaltete Gewalt. Zwischen diesen Polen laufen Lebenswege: Demontierte Betriebe, Familien, die ihr Können nach Westen tragen, und ein junger Mann wie Wolf-Achim Krasting, der Bautzen und Mühlberg übersteht und mit einem alten Rucksack voll Zimmermannswerkzeug neu beginnt. Akten, Briefe, Erinnerungen, die noch heute schwer in der Hand liegen, verdichten sich mit Forschung und Zeitzeugnis zur Erzählung von Ursache, Ablauf und Folge - von der Werkbank bis ins Gedächtnis. Eine Gegenüberstellung von Produktionsethos und Herrschaftspraxis - und eine Einladung, hinzusehen: auf Arbeit, die hebt, und auf Hunger, der entwürdigt; auf das, was Menschen stark macht, und auf das, was sie bricht.
Biografie
Dr.-Ing. Hermann Golle wurde 1934 in Beierfeld im Erzgebirge geboren. Nach einer Lehre als Maschinenschlosser hat er an der Technischen Hochschule Dresden Flugzeug- und Motorenbau studiert. 1960/61 war er im kurzlebigen DDR-Flugzeugbau in Dresden tätig, danach bis 1980 im Institut für Leichtbau, einer Nachfolgeeinrichtung des Flugzeugbaus. Nach kurzem Zwischenspiel an der Technischen Universität Dresden konnte er 1987 die Gründung eines eigenen Ingenieurbüros durchsetzen, welches er heute als GmbH weiterführt.§Anmerkungen:
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