Hermann Fürst von Pückler-Muskau: Briefe eines Verstorbenen, Gebunden
Briefe eines Verstorbenen
- Ein fragmentarisches Tagebuch aus Deutschland, Holland, England, Wales, Irland und Frankreich, geschrieben in den Jahren 1826 bis 1829
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- Herausgeber:
- Rudolf Kreutner, Stiftung Fürst-Pückler-Museum - Park und Schloss Branitz
- Verlag:
- Wallstein Verlag GmbH, 09/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783835359543
- Artikelnummer:
- 12710771
- Umfang:
- 1832 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 2.9.2026
Klappentext
Das Meisterwerk der Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts in einer Neuausgabe, erstmals anhand der Originalbriefe ediert
Der exzentrische Lebemann Hermann Fürst von Pückler-Muskau erlangte auf Umwegen schriftstellerischen Ruhm: Der Anlass für die ausgedehnte Reise in den Jahren 1826 bis 1829 durch England, Wales und Irland mit dem Schlusspunkt Paris war ein außergewöhnlicher: Nachdem sich Fürst Pücklers Hoffnungen zerschlagen hatten, durch Einheirat in die Familie des preußischen Staatskanzlers Hardenberg zu einem lukrativen Amt zu kommen, und seine Gattin Lucie zu allem Überfluss 1822 im Testament des Vaters unberücksichtigt geblieben war, musste ein Ausweg aus der fürstlichen Finanzmisere gefunden werden. Aufgrund kostspieliger Hobbys wie der Parkgestaltung und einem äußerst extravaganten Lebensstil war sein Schuldenberg inzwischen auf 440.000 Taler angewachsen (nach heutiger Kaufkraft ca. zwanzig Millionen Euro). Es war schließlich die resolute Lucie, die die Idee hatte, sich pro forma scheiden zu lassen, um den nun Exgatten als Mitgiftjäger nach Großbritannien schicken zu können. Von dieser Reise von 1826 bis 1829 berichtet Pückler-Muskau seiner Exfrau in langen, äußerst kurzweiligen und geistvollen Briefen: Ist der Englandaufenthalt vor allem von der süffisanten-unterhaltsamen Beschreibung der dortigen Oberschicht geprägt, verlagert sich in Irland der Schwerpunkt der Reiseberichte auf die beeindruckend realistische Beschreibung von Land und Leuten. Pücklers Stil ist brillant, leichtfüßig und voller Esprit. Er beherrscht die Kunst der Ironie und des Understatements ebenso wie den pointierten Aphorismus. Diese faszinierenden Briefe wurden bereits 1830 / 31 herausgegeben, freilich ohne den Autor preiszugeben, und waren einer der größten Bucherfolge des 19. Jahrhunderts.
Biografie (Hermann Fürst von Pückler-Muskau)
Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785 - 1871), Landbesitzer und Landschaftsarchitekt, Literat und Weltenbummler, war eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Zwischen 1815 und 1845 machte er seinen Grundbesitz an der Neisse zu einem der schönsten Landschaftsparks in Europa und wurde weltberühmt. Wegen hoher Schulden musste er das 1801 begonnene Jura-Studium in Leipzig abbrechen; er trat als Leutnant in die sächsische Garde du Corps in Dresden ein, wo er sich durch zahlreiche Eskapaden den Ruf des "tollen Pückler" erwarb. 1804 nahm er seinen Abschied und bereiste in den folgenden Jahren die Schweiz, Frankreich und Italien. Durch den Tod des Vaters wurde er 1811 zum Standesherrn des riesigen Muskauer Besitzes. Ab 1813 nahm er als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil, war Adjutant des Großherzogs von Sachsen-Weimar und wurde Militärgouverneur von Brügge. 1817 heiratete er Lucie, geschiedene Gräfin Pappenheim, Tochter des preußischen Staatskanzlers Hardenberg. Seine Leidenschaft für die Parkgestaltung und sein exzentrischer Lebensstil verschlangen Unsummen, so dass er mit seiner Frau 1826 eine Pro-Forma-Scheidung beschloss, damit er in England reich heiraten und Muskau sanieren könne. 1835 reiste er nach Algerien, Tunis und Griechenland; 1837 besuchte er Ägypten, 1838 den Vorderen Orient und Kleinasien. 1845 musste er Muskau verkaufen und siedelte mit seiner geschiedenen Frau nach Schloss Branitz über, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.Anmerkungen:
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