Fritz Gorzny: Winkelfehlsichtigkeit, Flexibler Einband
Winkelfehlsichtigkeit
- Eine Störung des beidäugigen Sehens mit weitreichenden Folgen
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- Verlag:
- Deutsche Literaturges., 06/2026
- Einband:
- Flexibler Einband
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783038313656
- Artikelnummer:
- 12765633
- Umfang:
- 406 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 30.6.2026
Klappentext
Dieses Buch möchte nicht spalten, sondern einen über 70 Jahre andauernden Streit um die Winkelfehlsichtigkeit (Heterophorie) beenden. Sehen ist Hochleistungsarbeit des Körpers: Zwei Augen liefern synchron einen farbigen, dreidimensionalen Film, mit enormem Energieaufwand und feinster Muskelkoordination. Wenn die Augen nicht exakt zusammenarbeiten, müssen sie ständig nachjustieren - das nennt man Winkelfehlsichtigkeit.
Während Augenärzte Heterophorie dissoziiert messen (Trennung beider Bilder), entwickelte der Optiker Hans-Joachim Haase in den 1950ern die assoziierte Messung mit dem Polatest-Gerät - die sogenannte MKH-Methode, bei der das zentrale Sehen getrennt, das Umfeld aber erhalten bleibt. Sie wird von Augenoptikern erfolgreich angewandt, von Augenärzten jedoch abgelehnt - was zu einem bis heute andauernden berufspolitischen Konflikt führte.
Dabei zeigen meine eigenen Erfahrungen mit über tausend Patienten, dass MKH-Messungen zu deutlich besseren Ergebnissen führen - sowohl bei der Anpassung von Prismenbrillen als auch bei operativen Korrekturen. Winkelfehlsichtigkeit beeinflusst viele körperliche und psychische Funktionen: von Haltungsproblemen über ADHS bis hin zu Legasthenie. All das kann durch Korrektur gelindert oder sogar geheilt werden.
Trotzdem verweigern sich die meisten Augenärzte der MKH, obwohl das Verfahren längst verfügbar ist. Als Augenarzt mit enger Zusammenarbeit mit Augenoptikern plädiere ich für ein Ende der Blockade - zugunsten der Patienten. Dieses Buch zeigt anhand von Fallbeispielen und Analysen, dass MKH ein praktikabler und notwendiger Weg ist - und dass Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen sollten.
Anmerkungen:
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