Everhard Holtmann: Verzögerte Diktatur, Gebunden
Verzögerte Diktatur
- Die Landtage Sachsen-Anhalts von 1946 bis 1952
Sie können den Titel schon jetzt bestellen. Versand an Sie erfolgt gleich nach Verfügbarkeit.
- Herausgeber:
- Landtag von Sachsen Anhalt
- Verlag:
- de Gruyter Oldenbourg, 07/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783112248249
- Artikelnummer:
- 12710848
- Umfang:
- 761 Seiten
- Sonstiges:
- 252 illustrations, 17 tbl.
- Erscheinungstermin:
- 6.7.2026
Klappentext
Auf breiter Quellenbasis wird in der Studie nachgezeichnet, wie der im November 1946 wiedereröffnete Landtag des späteren Landes Sachsen-Anhalt und sein Nachfolger bis Juli 1952 im Spannungsfeld von demokratischem Neubeginn und der sich in der Sowjetischen Besatzungszone anbahnenden neuerlichen Diktatur gearbeitet haben. Die Untersuchung folgt der Grundannahme, dass die damaligen Landtagsabgeordneten und Landtagsfraktionen ihre Arbeit in einer historischen Situation aufgenommen haben, in der zu Beginn noch eine relative Offenheit für demokratische Handlungsspielräume gegeben war. Die Offenheit schwand jedoch zusehends in dem Maße, wie die SED mit Unterstützung der Besatzungsmacht die Schließung vorhandener Freiräume systematisch vorangetrieben hat. Diese Gleichzeitigkeit von temporärer demokratischer Offenheit und schrittweise erfolgter autoritärer Schließung war ein besonderes Kennzeichen des etwa fünfeinhalb Jahre dauernden Interims des ostdeutschen Landesparlamentarismus während der frühen Nachkriegszeit. Eine Folge dieser Sondersituation war immerhin, dass in der SBZ/DDR eine ungebremst diktatorische Umformung des politischen und gesellschaftlichen Neubeginns gleichsam verspätet stattgefunden hat. In der solcherart verzögerten Diktatur wird ein frühes ostdeutsches Vorzeichen der deutschen Teilung erkennbar.
Biografie (Everhard Holtmann)
Prof. Dr. Everhard Holtmann ist Inhaber des Lehrstuhls für Systemanalyse und Vergleichende Politik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.Anmerkungen:
Bitte beachten Sie, dass auch wir der Preisbindung unterliegen und kurzfristige Preiserhöhungen oder -senkungen an Sie weitergeben müssen.