¿Emait¿: Und ich dachte für mich, Gebunden
Und ich dachte für mich
- Autobiographie
- Originaltitel: Autobiografija
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- Übersetzung:
- Claudia Sinnig
- Verlag:
- Guggolz Verlag, 09/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783912259018
- Artikelnummer:
- 12706558
- Umfang:
- 240 Seiten
- Gewicht:
- 410 g
- Erscheinungstermin:
- 11.9.2026
Klappentext
Žemait (1845-1921) wurde in eine polnischsprachige kleinadlige Familie in der westlitauischen Žemaitija geboren (nach der sie ihren Kunstnamen wählte) und fühlte sich zeitlebens dem einfachen Landleben nahe. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratete sie einen Litauer, einen ehemaligen Leibeigenen. Mit fast 50 Jahren begann sie auf Litauisch zu schreiben: Geschichten über meist bäuerliche Frauenschicksale. Das Kopftuch nahm sie aus Solidarität mit der Landbevölkerung nie ab: Es wurde zum ikonischen Signum ihrer Erscheinung. Über soziale Verhältnisse und politische Umbrüche hinweg setzte sie sich für die Verbesserung der Lage der Frauen und eine Modernisierung der Gesellschaft ein.
Ihre Prosa ebenso wie ihre erstaunliche Autobiographie verfasste sie in mündlichem Ton, auf Litauisch mit žemaitischem Gepräge und polnischen, weißrussischen, russischen, jiddischen und deutschen Einflüssen. Was sie zu erzählen hatte, formulierte sie so, dass die Menschen sie verstanden. Allein das war schon ein politischer Akt, denn das Polnische galt als Sprache des Adels und der Oberschicht, und das Russische Reich versuchte, das Litauische und die lateinische Schrift aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Žemait war ein freiheitsliebender Geist - wenn es etwa um Frauenrechte ging oder um Religion und Ethik. Claudia Sinnig folgt in ihrer Übersetzung akribisch den sprachlichen Spuren, in denen sich die Ideen- und Sozialgeschichte niederschlägt, und bringt den humorvollen Erzählreichtum in eine lebenssatte deutsche Sprache, die über den Weg einer bis heute aufregenden Feministin vor der Zeit und über deren Lebens- und Liebesumstände Auskunft gibt.
Biografie (Claudia Sinnig)
Claudia Sinnig, geboren 1965, aufgewachsen in Gotha. Bis 1988 Studium der russischen und englischen Sprache und Sonderstudium der litauischen Literatur in Leipzig. Ab Herbst 1989 Doktorandin an der Universität Vilnius, Mitbegründerin der Lithuanian Review , der ersten unzensierten englischen Zeitung in Litauen. Ab 1990 im Pressebüro von Parlamentspräsident Landsbergis tätig. 1992 Promotion, seither freie Autorin und Übersetzerin. Veröffentlichungen zur litauischen und russischen Literatur und Gegenwartskunst, Mitarbeit beim Kulturradio des russischen Diensts der BBC. Claudia Sinnig lebt in Berlin.Anmerkungen:
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