Die Macht der Zahlen in der griechischen Antike, Kartoniert / Broschiert
Die Macht der Zahlen in der griechischen Antike
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- Herausgeber:
- Christoph Michels, Klaus Freitag
- Verlag:
- Springer-Verlag GmbH, 08/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783662735237
- Artikelnummer:
- 12690136
- Sonstiges:
- Etwa 200 S. 20 Abbildungen
- Erscheinungstermin:
- 20.8.2026
Klappentext
In heutigen öffentlichen Debatten sind Zahlen allgegenwärtig; sie entwickeln mitunter gar ein Eigenleben. Wo Datengrundlagen fehlen, werden sie angemahnt, und es wird über die Verfahren zur Generierung von Zahlen gestritten. Welcher Stellenwert indes Zahlen sowohl bei der Gestaltung der Zukunft als auch bei der Konstruktion der Vergangenheit zugemessen wird, ist kulturspezifisch determiniert und nicht statisch festgeschrieben.
Wie fruchtbar es für die Kulturgeschichte des antiken Griechenlands sein kann, zu untersuchen, was wie und warum von wem gezählt wurde und wie man die entsprechenden Ergebnisse kommunizierte, hat sich erst in den letzten Jahrzehnten in vollem Umfang gezeigt. Während etwa früher zu Zahlenangaben in der griechischen Literatur vor allem betont wurde, dass Historiographen mit Plausibilitäten und übertriebenen Zahlen operierten, sich also einer pseudoexakten Arbeitsweise bedienten, um Autorität zu erzeugen, wird dies heute differenzierter betrachtet. So wurden Zahlen u. a. als Mittel genutzt, um hinsichtlich von Raum und Zeit die Stufen und Modalitäten von Sicher- und Unsicherheit von Wissen zu verdeutlichen, und sie reflektieren eine intensivierte Beherrschung des Raums. Gleichzeitig stellt sich die Frage, woher die in der antiken Literatur genannten Zahlen stammen, bzw. inwiefern in den von zunehmender Schriftlichkeit geprägten Poleis 'statistische' Daten (wie Geburts- und Sterberegister und Militärkataloge) erhoben wurden und ob diese öffentlich zugänglich waren. Quantifizierung und Kalkulation waren für politische Entscheidungsprozesse jedenfalls immer mehr von Bedeutung.
Das Buch spürt zum einen den Wechselwirkungen zwischen der Generierung von Zahlen in den griechischen Poleis und ihrer Diskursivierung nach, d. h. auch den Methoden des Zählens und der Verwendung von Zahlenangaben in Dichtung und Prosaliteratur. Zum anderen werden quantitative Methoden in der modernen Forschung und die Grundlagen des für historische Interpretationen rekonstruierten und konstruierten Zahlenmaterials reflektiert.
Biografie (Klaus Freitag)
Klaus Freitag wurde 1964 geboren. Er studierte 1986-1992 Alte Geschichte, Neuere und Neueste Geschichte sowie Politikwissenschaft an den Universitäten Siegen und Münster. 1992 Magister Artium. Im WS 1996/97promovierte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Von 1998-2004 arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Alte Geschichte der Universität Münster. 2004 habilitatierte er und wurde zum Hochschuldozenten ernannt.Anmerkungen:
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