Christoph Möllers: Autoritäre Bedrohungen der Wissenschaftsfreiheit, Flexibler Einband
Autoritäre Bedrohungen der Wissenschaftsfreiheit
- Juristische Grenzen und politische Möglichkeiten zum Schutz der Wissenschaft vor feindlicher Übernahme
Sie können den Titel schon jetzt bestellen. Versand an Sie erfolgt gleich nach Verfügbarkeit.
- Verlag:
- Wallstein Verlag GmbH, 08/2026
- Einband:
- Flexibler Einband
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783835362376
- Artikelnummer:
- 12701415
- Umfang:
- 176 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 5.8.2026
Klappentext
Wie kann die Wissenschaft zukünftig ihre Widerstandsfähigkeit gegen autoritäre Versuche der Einflussnahme stärken?
Die freie Wissenschaft ist ein bevorzugter Gegner autoritärer -Politik. Ihre Unabhängigkeit und Wahrheitsverpflichtung stehen einem illiberalen politischen Projekt offensichtlich im Weg. Das deutsche Wissenschaftssystem ist von solchen Übergriffen zwar bisher weitgehend verschont geblieben, doch erscheint es alles andere als sicher, dass das so bleibt. Gegenstand dieses Buches ist daher die Frage, wie die Wissenschaft sich vor einem politischen Prozess schützen lassen könnte, der doch die meisten ihrer Institutionen finanziert und fördert. Die Autoren belegen, dass es nicht genügt, auf die Wissenschaftsfreiheit des Grundgesetzes hinzuweisen, sondern dass ein komplexes Geflecht aus Regeln zu Finanzierung und Organisation von wissenschaftlichen Institutionen auf ihre Widerstandsfähigkeit untersucht werden sollte. Die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, dass eine ausgefeilte autoritäre Strategie nicht nur versuchen wird, direkt in die Prozesse wissenschaftlicher Institutionen zu intervenieren, sondern sich auch anderer Instrumente bedienen kann. Das führe beispielsweise dazu, dass wissenschaftliche Institutionen bewusst mit politisierten Konkurrenzinstitutionen konfrontiert oder finanziell ausgetrocknet werden. Unter diesen Bedingungen können Anpassungen des Rechts die Widerstandsfähigkeit zwar stärken, zugleich muss die Wissenschaft sich aber die Frage stellen, wie es um ihre eigene politische Mobilisierbarkeit steht und inwieweit sie ihre Widerstandsfähigkeit auch durch Mechanismen der Selbstpolitisierung infrage gestellt hat.
Biografie
Christoph Möllers, geboren 1969, hat an der Universität Göttingen den Lehrstuhl für Staatsrecht und Verfassungstheorie inne. Er studierte Rechtswissenschaften, Philosophie und Komparatistik in Tübingen, München, Berlin, Madrid und Chicago, forschte in Dresden, Heidelberg und New York, lehrte in Hamburg und Münster. 2006/2007 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er schreibt regelmäßig für das Feuilleton der FAZ über aktuelle Rechtsfragen.Anmerkungen:
Bitte beachten Sie, dass auch wir der Preisbindung unterliegen und kurzfristige Preiserhöhungen oder -senkungen an Sie weitergeben müssen.
Mehr von Christoph Möllers