Christoph Haker: Soziale Grenzen und Multiperspektivität, Kartoniert / Broschiert
Soziale Grenzen und Multiperspektivität
- Reflexionen zur Wahl von Sozialtheorien in der empirischen Sozialforschung
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- Verlag:
- Velbrueck GmbH, 02/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783958324312
- Artikelnummer:
- 12583772
- Umfang:
- 350 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 15.2.2026
Klappentext
Die Wahl einer Sozialtheorie ist ein zentraler und notwendiger Schritt der empirischen Sozialforschung. Dabei sehen sich sozialwissenschaftlich Forschende heute mit einer sozialtheoretischen Multiparadigmatizität konfrontiert, die kaum zu überblicken ist. Gleichzeitig legen wissenschaftliche Sozialisationsprozesse häufig eine frühe Entscheidung für eine oder wenige Sozialtheorien nahe, die die weitere Forschungsarbeit über Jahrzehnte prägen kann. Das vorliegende Buch reflektiert den Prozess der Theoriewahl und liefert Kriterien zum Umgang mit ihr.
Keine Forschungsfrage kann gestellt und kein Gegenstand bestimmt werden, ohne eine Entscheidungen für und gegen sozialtheoretische Perspektiven zu treffen. Mit dieser Wahl wird der Forschungsprozess auf ein Gleis gesetzt, das weitestgehend vorgibt, welche Fragestellung verfolgt werden kann und was empirisch zum Gegenstand wird. Ziel des Buches ist es, einen Beitrag zu einer multiperspektivischen Forschung zu leisten, die die Vielzahl an Möglichkeiten und die Enge von wissenschaftlichen Sozialisationsprozessen kritisch reflektiert. Gegen einen theoretischen Dogmatismus, gegen ein Vorgehen über systematische Theorievergleiche und gegen einen Theorie-Eklektizismus wird über Erfahrungen an und mit sozialen Grenzen ein experimenteller Weg gebahnt. Dieser ermöglicht es, im Forschungsprozess in andere / neue Sozialtheorien einsteigen und aus eigenen / alten Sozialtheorien aussteigen zu können.
Christoph Haker und Lukas Otterspeer verfolgen dieses Ziel über eine reflexive Auseinandersetzung mit ihrer Forschung. Die Überlegungen laufen auf Gütekriterien der Wahl von Sozialtheorien hinaus, um sie nicht dem Zufall oder unreflektierten Sozialisationsprozessen zu überlassen, sondern sie ernst zu nehmen und begründungsbedürftig zu machen.
Anmerkungen:
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