Ruben Cossani: Tägliche Landschaft auf CD
Tägliche Landschaft
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- 105 Music
- Aufnahmejahr ca.:
- 2008
- UPC/EAN:
- 0886970910422
- Erscheinungstermin:
- 29.2.2008
Was ist Gefühl? Eine einfache Frage, auf die Philosophen, Psychologen, Schriftsteller und Künstler viele komplizierte Antworten gegeben haben. Erfrischend leicht macht es sich dagegen die Hamburger Band RUBEN COSSANI. Auf ihrem Debüt-Album „Die tägliche Landschaft“ steigen Michel van Dyke, Konrad Wissmann und Leonard Valentin Lazar tief in die Fragestellung ein und geben mit jedem einzelnen ihrer 12 Songs eine unmittelbar verständliche Antwort. Sie erinnern daran, dass Liebe, Glück, Trauer und Freude große Gefühle sind – all den in diesem Zusammenhang üblichen Pop-Sentimentalitäten und Gefühlsduseleien zum Trotz. Es ist Zeit für echte Gefühle, schonungslose Einblicke in die täglichen Landschaften unserer Emotionen. Es ist Zeit für RUBEN COSSANI.
Doch alles der Reihe nach. Am Anfang war der Fußball. Beim wöchentlichen Freizeitkicken Hamburger Musiker und Ärzte lernte der Komponist, Produzent und Musiker Michel van Dyke den Linksaußen Konrad Wissmann kennen. Dass Konrad im wirklichen Leben ebenfalls Musiker ist, wurde Michel erst klar, als er ihn im November 2006 auf einer Bühne sah. Von da ab trafen sie sich zwar weiterhin auf dem Fußballplatz – aber hinzu kam immer mehr Zeit, die sie gemeinsam im Studio verbrachten. Was war passiert?
Der gebürtige Niederländer Michel van Dyke gehört seit Jahren zu den profiliertesten deutschen Songschreibern und Produzenten. Seit den späten 80er Jahren veröffentlicht der eher introvertierte Wahl-Hamburger hierzulande und international Platten als Solokünstler. Er tourte u. a. mit Oasis, den Simple Minds und Runrig und arbeitete als Texter, Komponist, Arrangeur und Produzent für diverse Stars. So bescherte er der Band Echt Hits wie „Wo bist du jetzt?“ oder „Du trägst keine Liebe in dir“ und komponierte für die Kinofilme „Anantomie“ und „Crazy“. Doch bei allem, was er tat, war Michel immer Einzelgänger geblieben. Seit November 2006 ist das Geschichte.
Die Zusammenarbeit mit dem wissbegierigen und experimentierfreudigen Konrad Wissmann bildete den ersten Schritt zu RUBEN COSSANI – schon jetzt eine der faszinierendsten deutschsprachigen Pop-Formationen des Jahrzehnts. Um das Line-up zu komplettieren, kam mit einem weiteren Schritt der quirlige und mit einer wunderbar sonoren Stimme gesegnete Leonard Valentin Lazar hinzu. Sowohl Konrad als auch Leo sind hervorragende Sänger, beide sind Multiinstrumentalisten, und beide sind rund zwei Jahrzehnte jünger als Michel. Damit gehören sie zu einer anderen Musikergeneration, spielen aber mit ihm in der gleichen Band. Was diese drei Künstlerpersönlichkeiten verbindet, ist nicht das Geburtsdatum, sondern die Liebe zu einer Musik, die in der Lage ist, ihre Zuhörer zu berühren. Und mit ihrem gemeinsamen Debüt-Album „Die tägliche Landschaft“ ist ihnen das auf beeindruckende Weise gelungen.
Die Ursache für diesen künstlerischen Erfolg liegt für Michel auf der Hand: „In meiner gesamten Karriere hatte ich bis dato nie dieses Band-Gefühl. Ich war im Grunde immer eine Art musikalischer Eremit. Das ist jetzt vorbei. Jetzt bin ich sehr happy, Mitglied einer Band, und zwar dieser Band zu sein.“ Auch wenn Michel als Komponist alle Songs geschrieben hat, wird in dieser Band die Botschaft jedes einzelnen Titels gemeinsam transportiert. Konkret bedeutet das, dass die gesamte musikalische Arbeit auf drei Köpfe verteilt wird. „Den Schlagzeugpart übernimmt meist Leo, ansonsten werden alle anderen Instrumente jeweils von demjenigen übernommen, der sich traut“, witzelt Konrad.
Zum RUBEN COSSANI-Prinzip gehört auch, dass alle Bandmitglieder singen. Sogar innerhalb einzelner Songs wechseln die Lead-Stimmen, um sich schließlich in gemeinsam erarbeitetem und perfekt performtem Satzgesang zu treffen. Als Inspirationsquelle dienen dabei die kompositorischen und klanglichen Ideale der 60er Jahre – Bands wie die Beatles, die Walker Brothers oder die Beach Boys, Produzenten und Arrangeure wie Burt Bacharach oder Phil Spector. Auf dieser gemeinsamen Basis kreieren Michel, Konrad und Leo einen konsequenten Pop-Entwurf, der, wie eingangs angedeutet, große Gefühle zeitgemäß auf frappierend unsentimentale Weise in Musik übersetzt.
„Für mich ist es eine äußerst reizvolle Aufgabe, über existenzielle Themen einen Popsong zu schreiben, in dem man nur acht Zeilen hat, um die Zuhörer zu berühren“, gesteht Michel. Dass RUBEN COSSANI diese Aufgabe mit Bravour bewältigt hat, zeigt die Band in jedem einzelnen Song – vom grandiosen Opener „Sinnloses Leiden“, einer mit großer Geste inszenierten Sixties-Popnummer mit Cembalo und Bläsern, bis hin zum melancholischen Schluss-Chanson „Ausgerechnet Annika“. Ob das witzige „Besser jetzt“, das psychedelische „Ich kann mich nicht an dich erinnern“ oder das nachdenkliche „Einmal in 10 Jahren“, RUBEN COSSANI gelingt es immer wieder, konkrete eigene Erfahrungen poetisch genau und musikalisch höchst elegant zu formulieren. Nur schwer kann man sich der magischen Wirkung dieser Songs entziehen. Wer sich von der hypnotischen Hymne „Mitgefühl“ nicht gefangen nehmen lässt, hat vielleicht kein Herz. „Wir setzen uns intensiv mit den Songs auseinander“, so Leo. „Authentizität ist dabei das Wichtigste. Ich denke, das hört man.“
Bei RUBEN COSSANI ist Musik nichts Abstraktes, kein anonymer Klang, der irgendwann von irgendwem für irgendwen produziert wurde. Hier treten drei Musikerpersönlichkeiten auf, die ihrem Publikum unmittelbar begegnen und jeden einzelnen Zuhörer bewegen, berühren, mitfühlen lassen. Bei jedem Hören ein gutes Gefühl im Hier und Jetzt. In unseren täglichen Landschaften…
Disk 1 von 1 (CD)
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1 Sinnloses Leiden
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2 Haut
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3 Einmal in 10 Jahren
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4 Besser jetzt
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5 Ich kämpf mich in dein Herz zurück
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6 Mitgefühl
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7 Drüber schlafen
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8 Wir wollten einmal
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9 Halbes Herz
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10 Erinnern
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11 Romy Schneider
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12 Zwillingsbruder
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13 Acapulco Airport
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14 Piroschka
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15 Ausgerechnet Annika