Rosenstraße

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Rosenstraße

  • DVD i
  • Erscheinungstermin: 1.6.2006
  • Verfügbarkeit: lieferbar innerhalb einer Woche
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Detailinformationen

  • BRD, 2003
  • FSK ab 12 freigegeben
  • Bestellnummer: 4011697

Drama, 130 Min.

Regie: Margarethe von Trotta
Darsteller: Katja Riemann, Maria Schrader, Jürgen Vogel
Filmmusik: Loek Dietz
Sprache: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround Sound 5.1
Bild: Widescreen
Specials: Making of, Interviews mit allen Hauptdarstellern, Interview mit von Trotta, Regiekommentar, Behind the Scenes, Produktionsnotizen

Inhaltsangabe

Um mehr über das Schicksal ihrer Mutter Ruth (Jutta Lampe) im nationalsozialistischen Deutschland zu erfahren, macht sich die junge New Yorkerin Hannah (Maria Schrader) auf nach Berlin, die Geburtsstadt ihrer Mutter. Ruth hatte über ihre Vergangenheit auch ihrer Familie gegenüber nie ein Wort verloren, nur von deren Cousine Rachel (Carola Regnier) konnte Hannah erfahren, dass Ruth nach der Deportation ihrer jüdischen Mutter im Jahr 1943 von einer Frau namens Lena Fischer versorgt wurde, bis sie schließlich zu ihrer Tante, Rachels Mutter, in die USA gebracht wurde. In Berlin angekommen setzt Hannah sich mit der inzwischen 90-jährigen Lena Fischer (Doris Schade) in Verbindung, gibt aber ihre Identität nicht preis, sondern nennt ausschließlich historische Recherchen als Grund für Ihr Interesse.
Die alte Dame beginnt tatsächlich von den damaligen Geschehnissen zu erzählen, von der Geschichte des Mädchens Ruth (Svea Lohde) und der jungen Lena Fischer (Katja Riemann), die sich einst in der Berliner Rosenstraße begegnet sind. In der Rosenstraße befindet sich 1943 in dem ehemaligen jüdischen Versorgungsamt ein Gefängnis, in dem die letzten jüdischen Angehörigen aus so genannten Mischehen interniert werden. Dort warten unter anderem auch Ruths Mutter (Lena Stolze), die geschiedene Frau eines Ariers, und Lenas jüdischer Ehemann Fabian (Martin Feifel) auf ihre Deportation. Nach und nach versammeln sich immer mehr Frauen, die über die Verhaftung ihrer Ehepartner nicht informiert worden waren und den Verbleib eher zufällig erfahren hatten, in der Rosenstraße. Gemeinsam demonstrieren sie gegen die Internierung und den bevorstehenden Abtransport ihrer Männer.
Unter den Demonstrantinnen ist auch Ruth, die nach der Verhaftung ihrer Mutter völlig auf sich allein gestellt ist und darauf hofft, dass ihre Mutter freigelassen wird. Das Mädchen findet schließlich in Lena eine Ersatzmutter, die sie nach anfänglichem Zögern bei sich zu Hause aufnimmt und ihr eine neue Identität gibt.
Wie ihre Leidensgenossinnen Frau Goldberg (Jutta Wachowiak) und Klara Fischer (Thekla Reuten) lässt auch Lena nichts unversucht, um ihren Mann zu retten. Ihre Familie, die einflussreiche Adelsfamilie von Eschenbach, hatte sich nach Lenas Heirat mit dem jüdischen Musiker Fabian von ihr abgewendet. Ihr Vater ist auch in dieser Situation nicht bereit, sich für seine Tochter einzusetzen, nur ihr Bruder Arthur, Offizier bei der Wehrmacht, bietet ihr seine Unterstützung an.
Mittlerweile droht die Demonstration in der Rosenstrasse zu eskalieren. Erst beginnen die Frauen leise, dann aber immer lauter zu skandieren: "Ich will meinen Mann wiederhaben". Als sich das Wachpersonal bedrängt fühlt, wird die SS gerufen, die Warnschüsse abgibt und die Demonstrantinnen gewaltsam zurückdrängt. Doch die Frauen lassen sich nicht einschüchtern, auch am nächsten Tag beziehen sie wieder Stellung in der Rosenstraße - entschlossener denn je. Nachdem SS-Männer kurz darauf sogar Maschinengewehre in Position gebracht haben, geschieht am siebten Tag des Rosenstraße-Protestes ein Wunder: Die Tore des Gefängnisses öffnen sich und Lena kann wie die meisten Frauen ihren geliebten Mann wieder in die Arme schließen. Die Mutter von Ruth bleibt aber für immer verschwunden, das Mädchen verbringt die letzten beiden Kriegsjahre bei Fabian und Lena. Als Ruth von ihrer Tante in die USA gebracht wird, verliert sie zum zweiten Mal in ihrem jungen Leben ihre Mutter; sie kann nicht verstehen, dass Lena sie gehen lassen muss.

Pressestimmen

Der Stern: "Ein bewegender Kinofilm mit Herz und Spannung." Die Welt: "Ein Triumph für das deutsche Kino." Filmecho: "Katja Riemann so gut wie noch nie." Rhein-Zeitung: "Filmisches Denkmal für mutige Frauen."

Biografie (Katja Riemann):

Katja Riemann, geboren bei Bremen, widmete sich nach ihrem Studium für zeitgenössischen Tanz der Schauspielerei. Nach großen Filmerfolgen erweiterte sie ihr künstlerisches Spektrum mit musikalischen Arbeiten und Schreiben. 2008 wurde Katja Riemann mit dem Osterwold geehrt, einer Auszeichnung für Sprecherleistungen.

Biografie (Maria Schrader):

Maria Schrader ist eine der ausdruckstärksten Schauspielerinnen Deutschlands. Sie erhielt für ihre Arbeit unzählige Auszeichnungen, so z.B. das Filmband in Gold und den Bayerischen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin in dem Filmdrama "Aimee & Jaguar".

Biografie (Jürgen Vogel):

Jürgen Vogel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Quantitative Methoden der Wirtschaftswissenschaften an der TU Ilmenau