Die Jüdin von Toledo (Salzburger Festspiele 1990)

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Die Jüdin von Toledo (Salzburger Festspiele 1990)

  • DVD i
  • Erscheinungstermin: 11.4.2008
  • Verfügbarkeit: Artikel am Lager

Detailinformationen

  • Arthaus MusikÖsterreich, 1990
  • FSK ab 0 freigegeben
  • Bestellnummer: 7929777

Drama (Franz Grillparzer), 132 Min.

Regie: Thomas Langhoff
Darsteller: Ulrich Mühe, Susanne Lothar, Anne Bennent, Sybille Canonica
Sprache: Deutsch
Bild: 4:3

Inhaltsangabe

Dem Regisseur Thomas Langhoff stand 1990 in Salzburg eine hervorragende Besetzung zur Verfügung: Ulrich Mühe, der 2007 zum tiefen Bedauern der Film- und Theaterwelt erst 54-jährig verstorben ist, spielt den König Alphons VIII. von Kastilien, Sybille Canonica die Königin, Susanne Lothar die Jüdin Rahel und Anne Bennent deren Schwester Esther.
Das Neue der Langhoff-Inszenierung zeigt sich vor allem in der Form, wie Grillparzer „gesprochen“ wird. Der Regisseur hat Grillparzers oft schwerverständliche Sprache dem modernen Zu-Hörer zugänglich gemacht. Dahinter kann seitdem keine Inszenierung mehr zurückgehen. Zum Glück ist diese Inszenierung der Jüdin von Toledo dokumentiert worden.

Biografie (Ulrich Mühe):

Ulrich Mühe, geb. 1953 in Grimma, machte seine Ausbildung an der Leipziger Theaterhochschule und spielte zu der Zeit schon kleinere Rollen am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, wo er 1979 auch sein erstes Engagement erhielt. 1982 holte ihn Heiner Müller für seine Macbeth-Inszenierung nach Berlin. Ulrich Mühe ist dank seiner Wandlungsfähigkeit und Präzision ein gefeierter Bühnen- und Filmschauspieler. Er war Sigismundis in Calderons 'Das Leben ein Traum', der Titelheld in Goethes 'Egmont' und Lessings 'Philotas'. International bekannt wurde er mit Bernhard Wickis 'Das Spinnennetz', Michael Hanekes 'Funny Games' und Costa Gavras 'Der Stellvertreter'. Seine Interpretation des 'Kleinen Prinzen' wurde mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Biografie (Susanne Lothar):

Susanne Lothar, Jg. 1960, besuchte in Hamburg die Hochschule für Musik und darstellende Kunst und bekam schon bald ein Engagement als Elevin am Hamburger Thalia Theater. Es folgten viele weitere Rollen in Hamburg, Wien, Stuttgart und Salzburg, u. a. als Recha in Lessings 'Nathan der Weise', für die sie 1981 den Boy-Gobert-Preis bekam, und als Klara Hühnerwadel in Wedekinds 'Musik' (1986), für die sie mit der Josef-Kainz-Medaille ausgezeichnet wurde. Es folgten 1987 der O. E.-Hasse-Preis und 1988 die Auszeichnung Schauspielerin des Jahres für die Lulu in Zadeks umjubelter Inszenierung von Wedekinds 'Die Büchse der Pandora'. Auch in Filmen wirkte Susanne Lothar mit, u.a. in Michael Hanekes 'Funny Games' (1998, an der Seite von Ulrich Mühe) und 'Die Klavierspielerin' (2002, mit Isabelle Huppert), Luc Bondys 'Dreimal Leben' (2001) und in Costa-Gavras 'Amen' (2003, an der Seite von Ulrich Tukur und Ulrich Mühe).