Das Millionenspiel (mit Bonusfilm "Smog")
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Das Millionenspiel (mit Bonusfilm "Smog")
Detailinformationen
Thriller, 181 Min.
Regie: Tom ToelleDarsteller: Dieter Hallervorden, Jörg Pleva, Dieter Thomas Heck, Heribert Faßbender, Werner Sonne
Sprache: Deutsch
Bild: 4:3
Specials: Bonusfilm "Smog" von Wolfgang Petersen mit Marie- Louise Marjan und Wolfgang Grönebaum (86 Min.), Interview mit Wolfgang Menge, Audiokommentar, Dokumentation "Geliebte Ekel"
Filmausschnitte/Videotrailer:
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Zum Inhalt des Films
2009 feiert TV-Legende Wolfgang Menge seinen 85. Geburtstag. „SMOG" und „Das Millionenspiel" sind zwei seiner Meisterwerke. Gleichzeitig gehören sie zu den seltenen Fernseharbeiten, die das Medium selbstkritisch unter die Lupe nehmen. Mit den Skandalen der 60er und 70er wird das Fernsehen zur treibenden Kraft in Politik und Gesellschaft. Ob Flick, Neue Heimat oder Bundesligaskandal, immer sind die TV-Reporter mit ihren Mikrofonen dabei. Politische Meinungsmache, wachsende Brutalität und der Kampf um die Zuschauergunst verdrängen die zurückhaltende Berichterstattung der Nachkriegszeit. Menge, selbst gelernter Journalist, erkennt die Veränderungen und verarbeitet sie auf geradezu prophetische Weise. Seine zwei Medienschocker waren selbst Skandale, die Publikum und Kritiker gleichermaßen spalteten. Unbestreitbar aber offenbaren beide Filme die Spielregeln der Massenmedien, die heute noch genauso gelten wie damals:Im „Millionenspiel" lässt Menge einen Privatsender eine Menschenjagd veranstalten. Ein Freiwilliger wird von drei Mördern eine Woche lang gejagt. Wer ihn erwischt, bekommt 120.000 Mark. Schafft er es nach sieben Tagen lebend im Studio vor die Kamera, wird er Millionär. Die Kameras sind rund um die Uhr dabei, und die Zuschauer ergötzen sich an dem makaberen Schauspiel. Lange vor „Big Brother", „Dschungel Camp" und den Nachmittags-Talkshows zeigt Menge eindrucksvoll die Folgen der Quotengeilheit und die Scheinheiligkeit mancher Moderatoren.
In „SMOG" hingegen sind die Medien nur Zeugen, als sich das Ruhrgebiet durch eine Inversionswetterlage langsam in eine Gaskammer verwandelt. Alten und Kindern geht als ersten die Luft aus, erste Menschen sterben. Auch hier sind die Fernsehkameras vor Ort, in Live-Schalten und Brennpunkt-Sendungen wird das Thema mit Experten diskutiert, jedoch ohne große Anteilnahme oder Nutzwert für die Zuschauer. In „SMOG" werden die Nachrichtensendungen zu reinen Bauteilen der Erzählung. Der Film als Ganzes hinterfragt den Notfallplan der Behörden jedoch viel härter, als es ein journalistischer Beitrag wohl tun könnte. Einige Politiker und Industrielle waren der Meinung, Menge hätte mit dem Film Panikmache betrieben. Das änderte sich sechs Jahre später, als erstmals in Deutschland im Ruhrgebiet SMOG-Alarm ausgelöst wurde.





